Wie sieht en passant an einem Beispiel aus?
Ein weißer Bauer steht auf e5. Schwarz zieht einen Bauern mit einem Doppelschritt von d7 nach d5, direkt neben ihn. Im nächsten Zug darf der weiße Bauer ihn en passant schlagen: Er zieht von e5 nach d6, und der schwarze Bauer auf d5 verschwindet vom Brett. In der Schachnotation schreibt man das so: exd6 e.p.
Wann ist en passant möglich?
- Dein Bauer steht auf der fünften Reihe, wenn du Weiß spielst, oder auf der vierten, wenn du Schwarz spielst.
- Ein gegnerischer Bauer von der Nachbarlinie hat gerade einen Doppelschritt gemacht und steht jetzt neben deinem.
- Du schlägst sofort, in deinem nächsten Zug.
- Nach dem Schlagen darf dein König nicht im Schach stehen, wie nach jedem anderen Zug auch.
Warum gibt es en passant?
Der Doppelschritt des Bauern kam ins Schach, damit Partien schneller in Fahrt kommen. Ohne en passant könnte ein Bauer aber einfach an einem gegnerischen Bauern vorbeischlüpfen, der das übersprungene Feld bewacht. En passant bewahrt dieses Recht: Der Bauer darf so geschlagen werden, als hätte er nur einen normalen Schritt um ein Feld gemacht.
Ist en passant Pflicht?
Nein. Es ist eine ganz normale Möglichkeit, die du nutzen kannst oder nicht. Es gibt nur eine Ausnahme, und die gilt für jeden Zug: Ist en passant der einzige Weg aus dem Schach oder der einzige erlaubte Zug, musst du ihn spielen.