Wie stellst du Schachbrett und Figuren auf?
Das Brett liegt so, dass jeder Spieler rechts unten ein weißes Feld hat. In der ersten Reihe stehen nacheinander: Turm, Springer, Läufer, Dame, König, Läufer, Springer und Turm. Die Dame steht auf einem Feld ihrer eigenen Farbe, die weiße Dame also auf einem weißen Feld und die schwarze auf einem schwarzen. In der zweiten Reihe hat jeder Spieler acht Bauern.
Wie ziehen die Schachfiguren?
Jede Figur zieht auf ihre eigene Art. Geschlagen wird, indem du auf ein Feld ziehst, auf dem eine gegnerische Figur steht. Diese wird dann vom Brett genommen. Eigene Figuren darfst du nie schlagen.
- König: ein Feld in jede beliebige Richtung. Er darf nicht auf ein Feld ziehen, das der Gegner angreift.
- Dame: beliebig viele freie Felder waagerecht, senkrecht und diagonal.
- Turm: beliebig viele freie Felder waagerecht oder senkrecht.
- Läufer: beliebig viele freie Felder diagonal, deshalb bleibt er die ganze Partie über auf Feldern einer Farbe.
- Springer: in Form eines L, zwei Felder in eine Richtung und eins zur Seite. Er ist die einzige Figur, die über andere hinwegspringen kann.
- Bauer: ein Feld nach vorn, von seinem Startfeld aus auch zwei. Er schlägt anders, als er zieht: ein Feld schräg nach vorn.
Was ist die Rochade und wann ist sie erlaubt?
Die Rochade ist der einzige Zug, bei dem du zwei Figuren auf einmal bewegst: Der König geht zwei Felder in Richtung Turm, und der Turm springt über ihn hinweg und stellt sich direkt neben ihn. Erlaubt ist sie, wenn weder der König noch dieser Turm schon gezogen haben, die Felder dazwischen frei sind, der König nicht im Schach steht und weder über ein angegriffenes Feld zieht noch darauf landet. Die kurze Rochade geht zum näheren Turm, die lange zum weiter entfernten.
Mehr: Rochade im Schach
Wie funktionieren Schlagen en passant und Bauernumwandlung?
Zieht ein gegnerischer Bauer von seinem Startfeld zwei Felder vor und landet direkt neben deinem Bauern, darfst du ihn so schlagen, als wäre er nur ein Feld gezogen. Das nennt man Schlagen en passant. Es ist nur im unmittelbar folgenden Zug erlaubt, danach ist die Gelegenheit vorbei.
Ein Bauer, der die letzte Reihe erreicht, wird sofort zu einer Dame, einem Turm, einem Läufer oder einem Springer, ganz wie du willst. Meist nimmt man die Dame, weil sie die stärkste Figur ist. Manchmal setzt aber ein Springer matt, wo die Dame es nicht könnte.
Schach, Matt und Patt: Wie endet eine Partie Schach?
Schach ist ein Angriff auf den König. Wer im Schach steht, muss es sofort aufheben: mit dem König ausweichen, den Angriff mit einer anderen Figur blockieren oder die angreifende Figur schlagen. Du darfst nie einen Zug machen, nach dem dein eigener König im Schach steht.
Matt ist ein Schach, gegen das es keine Verteidigung gibt. Es beendet die Partie mit einem Sieg für den Angreifer. Patt bedeutet: Der Spieler am Zug steht nicht im Schach, hat aber keinen erlaubten Zug mehr. Dann endet die Partie remis, auch wenn eine Seite viel mehr Figuren hat.
Mehr: Patt im Schach
Wann endet eine Partie Schach remis?
Eine Partie endet in mehreren Fällen remis:
- Patt, also kein erlaubter Zug, obwohl der Spieler am Zug nicht im Schach steht,
- Einigung beider Spieler,
- dreimalige Wiederholung derselben Stellung mit demselben Spieler am Zug,
- fünfzig Züge auf jeder Seite, in denen weder geschlagen noch ein Bauer gezogen wird,
- zu wenig Material für ein Matt, zum Beispiel nur König gegen König.
Wie beginnst du deine erste Partie Schach?
Fang in der Mitte an: Zieh die Bauern vor König und Dame, entwickle dann Springer und Läufer und rochiere, bevor du angreifst. Bring die Dame nicht zu früh ins Spiel, sonst gewinnt dein Gegner Tempo, indem er sie mit Leichtfiguren jagt. Prüf vor jedem Schlagen, was dein Gegner darauf antworten kann.
Auf klyo spielst du Schach gegen den Computer in acht Schwierigkeitsstufen, per Link mit einem Freund oder zu zweit an einem Gerät. Wählst du eine Figur aus, zeigt dir das Spiel die Felder, auf die sie ziehen darf. Rochade, En passant und Bauernumwandlung funktionieren genau wie oben beschrieben.