Wie sieht ein Patt an einem Beispiel aus?
Der schwarze König steht allein in der Ecke auf h8, Schwarz hat keine anderen Figuren. Die weiße Dame steht auf g6, der weiße König weit weg auf f5. Der schwarze König steht nicht im Schach, weil die Dame ihn nicht angreift, aber alle Nachbarfelder, also g8, g7 und h7, greift die Dame an. Schwarz hat keinen einzigen Zug: Das ist Patt und damit remis, obwohl Weiß eine ganze Dame mehr hat.
Was ist der Unterschied zwischen Patt und Matt?
Beim Matt steht der König im Schach und hat keine Verteidigung, die Partie endet mit einem Sieg für den Angreifer. Beim Patt steht der König nicht im Schach, er kann nur nirgendwohin ziehen, und sein Spieler hat auch keine andere Figur, die ziehen könnte. Der Unterschied ist ein einziges Feld, und aus einem Sieg wird ein Remis.
Wie vermeidest du ein Patt, wenn du vorn liegst?
- Wenn dein Gegner nur noch den König hat, prüfe vor jedem Zug, ob du ihm mindestens ein freies Feld lässt.
- Dränge den König an den Rand des Bretts, lass ihm aber ein freies Feld, bis das Matt vorbereitet ist.
- Schlag die letzten Bauern deines Gegners nicht ohne Not, wenn sie ihm einen Zug ermöglichen und ihn so vor dem Patt bewahren könnten.
- Mit einer Dame setzt du gemeinsam mit deinem König matt, nicht mit der Dame allein.
Wie rettest du eine verlorene Partie mit einem Patt?
Wer verliert, kann gezielt auf ein Patt hinarbeiten: den König allein in der Ecke stehen lassen oder die letzten Figuren so hergeben, dass kein Zug mehr möglich ist. Ein beliebter Trick ist der „rasende Turm“: Er bietet ununterbrochen Schach, und der Gegner kann ihn nicht gefahrlos schlagen, weil danach Patt wäre.