Kurze und lange Rochade
Die kurze Rochade geht zum Turm, der näher am König steht: Der weiße König zieht von e1 nach g1, der Turm von h1 nach f1. Die lange Rochade geht zum weiter entfernten Turm: der König von e1 nach c1, der Turm von a1 nach d1. Schwarz rochiert genauso auf der achten Reihe. In der Schachnotation schreibt man die kurze Rochade O-O und die lange O-O-O.
Wann darfst du rochieren? Fünf Bedingungen
- Der König hat in dieser Partie noch nicht gezogen.
- Der Turm, mit dem du rochierst, hat ebenfalls noch nicht gezogen.
- Alle Felder zwischen dem König und diesem Turm sind frei.
- Der König steht im Moment der Rochade nicht im Schach.
- Der König zieht weder über ein vom Gegner angegriffenes Feld noch landet er auf einem. Der Turm darf ein angegriffenes Feld überqueren.
Wann solltest du rochieren und auf welche Seite?
Meist in der Eröffnung, nachdem Springer und Läufer auf einer Seite entwickelt sind. Für die kurze Rochade müssen nur zwei Figuren aus dem Weg, und der König steht danach meist sicherer. Die lange Rochade bringt den Turm schneller in die Mitte, aber der König steht näher am Zentrum und braucht Deckung. Greift dein Gegner eine Seite an, rochier auf die andere.
Die häufigsten Fehler bei der Rochade
- Erst mit dem König ziehen und dann rochieren wollen: Nach dem ersten Königszug ist die Rochade für die ganze Partie verloren.
- Rochieren, während der König im Schach steht: Zuerst musst du das Schach abwehren.
- Zu späte Rochade: Ein König in der Mitte wird zum Angriffsziel, bevor du ihn in Sicherheit bringen kannst.